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Buchinformtion
Harald Bodenschatz (Hg.)
Renaissance der Mitte
Zentrumsumbau in London und Berlin
Verlagshaus Braun Berlin
461 Seiten, zahlreiche auch farbige Abbildungen
Autoren
Uwe Altrock
Harald Bodenschatz
Erich Konter
Cordelia Polinna
mit Beiträgen von
Carsten Benke
Laura Calbet i Elias
Friedhelm Fischer
Ursula Flecken
Benjamin Herkommer
Frank Roost
Dirk Schubert
Renaissance der Mitte ist das Ergebnis eines von Harald Bodenschatz
geleiteten DFG-Projekts am Schinkel-Zentrum der TU Berlin über
den städtebaulichen Umbau der Zentren von London und Berlin
seit den 1980er Jahren. Die Publikation wurde gefördert von
der Firma Knauf Gips KG aus Iphofen, dem Schinkel-Zentrum, der Fakultät
VI und dem Institut für Soziologie der TU Berlin.
Die Zentren der Großstadtregionen erleben ein Comeback, eine
„Renaissance der Mitte“ ist unübersehbar. Doch
die Zentren der Zukunft unterscheiden sich von denen der Vergangenheit,
wir sind auf dem Wege zu einem „Dritten Zentrum“. Diese
These entfalten die Autoren anhand ihrer umfassenden Darstellung
des nachmodernen städtebaulichen Umbaus der Zentren von London
und Berlin seit den 1980er Jahren. Die Ausgangsbedingungen waren
dabei ganz unterschiedlich: Während es in London um die Steuerung
des konjunkturell schwankenden Wachstums in einer „World City“
ging, stand in Berlin die Wiedervereinigung der Stadt und deren
Transformation in die neue Hauptstadt des vereinigten Deutschland
auf der Tagesordnung. Gemeinsam ist beiden Städten das Bemühen
um einen hohen gestalterischen Aufwand, um Urban Design - unter
der Prämisse der Inszenierung von Tradition und Innovation.
Daraus ergeben sich wichtige Themenfelder für den nachmodernen
Städtebau: die Wiedergewinnung und Neuschaffung öffentlicher
Räume, die Aufwertung von Wasserlagen, die Rehabilitierung
von Korridorstraßen und traditionellen Platzformen, von Dichte
und Funktionsmischung, die Integration von Wow-Architektur in den
Bestand sowie die kulturelle und praktische Distanzierung von Räumen
der städtebaulichen Moderne. Doch der aktuelle Zentrumsumbau
wirft weitere Fragen auf: Wie wirken öffentliche Hand und private
Akteure zusammen, und welche sozialen Auswirkungen hat die dominante
Orientierung auf die Interessen der neuen „Stadtbürger“,
der „Urbaniten“, für die Zukunft der europäischen
Stadt?
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